45 Years Later

Seit dem 06.09.2017 ist das Erinnerungsdenkmal für die Opfer des Terroranschlags bei den XX. Olympischen Spielen in München im Jahr 1972 offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit jederzeit ohne Eintrittsgebühr zugänglich. 45 Jahre lang haben die Hinterbliebenen für diesen Erinnerungsort im Olympiapark gekämpft, auch gegen den Widerstand der Bewohner des Olympiazentrums, die vor allem einen Pilgerstrom von „Denkmal-Touristen“ befürchteten. Die Eröffnungszeremonie wurde im Bayerischen Rundfunk live übertragen.

Einen Tag später machte ich mich auf den Weg um den Erinnerungsort zu besuchen und wie ich feststellen musste, ist es ein gelungener Ort geworden. Dem Olympiapark wurde nichts hinzugefügt sondern ein Stück weggenommen von einem Hügel, der schon immer dort war. Somit symbolisiert das Denkmal alleine schon aufgrund seiner Architektur einen Einschnitt in die Landschaft und steht symbolisch für die Zäsur der Olympischen Spiele 1972.

Die Athleten, Trainer und der Polizeibeamte bekommen ein Gesicht, sind doch Fotos aus ihrem viel zu kurzen Leben zusammen mit Exzerpten ihrer Lebensgeschichte abgebildet. Ein kostenloses öffentliches WLAN führt direkt auf die Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus. Von acht Uhr bis 22 Uhr läuft auf drei Videowänden eine Dokumentation. Eine Videoüberwachung schützt den Ort vor Vandalismus. 

Im Vergleich zum Klagebalken unterhalb der Befestigung des Olympiadachs, an dem alle Menschen nur vorbeilaufen, ist dieses Denkmal ein würdiger Ort zum Gedächtnis an die Opfer. In meiner Galerie und in den Panorama-Aufnahmen habe ich diesen Ort fotografisch eingefangen.

Panoramas