Über mich

Geboren 1961 in München als Kind von ebenfalls zwei gebürtigen Münchnern, seither in dieser wunderbaren Stadt lebend, bin ich ein Münchner Kindl durch und durch. In meinem Beruf arbeite ich seit 1981 an der Ludwig-Maximilians-Universität und bin derzeit als Teamleitung tätig. In meiner Freizeit erkunde ich gerne unbekannte Orte in und um meine Heimatstadt herum, wenngleich bestimmte Orte wie Schlossparks und der Botanische Garten um die Ecke ein Schwerpunkt meiner Besuche sind. Hier finde ich in der Natur Erholung und Entspannung und ich entdecke immer wieder Neues, das ich mit meinen Kameras einfangen kann. 

Schon als Kind war ich begeistert von der Fotografie, fängt sie doch unsere schönsten Augenblicke des Lebens ein, an die man sich immer wieder gerne erinnert. Mein Papa, ebenfalls Hobby-Fotograf, hatte damals schon eine Spiegelreflexkamera an die er mich aber nie rangelassen hat. Er war der Ansicht, so erklärte er jedenfalls, dass das viel zu kompliziert sei für mich und hielt mich von ihr fern.

 

 

Alexander Walter, self portraiture, inspired by Tachman.

Tatsächlich hatte er wohl nur die Befürchtung ich würde sie auseinanderbauen. Nicht ganz zu unrecht, denn seinen Belichtungsmesser habe ich dennoch in die Finger bekommen. Dieser hatte einen wunderbaren Deckel der aufsprang, wenn man auf einen Knopf drückte und eine gewisse Ähnlichkeit zu den Kommunikatoren von Classic Star Trek hatte. Ich benutzte ihn als Kommunikator um Szenen aus Enterprise mit meinen Freunden nachzustellen. 

Zwar hatte ich immer eine Filmkamera, doch die erste digitale Kamera, eine Sony Cybershot, kaufte ich mir erst in 2003. Mit ihren 4 Megapixeln und der Speicherung auf proprietären Memorycards von „gigantischen“ 128 MB Größe, war ich in New York City unterwegs und machte Hunderte für Touristen typische Aufnahmen. Leider waren die Ergebnisse nicht immer so toll, wie ich mir das vorstellte und digitale Bildbearbeitung war ein Gebiet, von dem ich keinen blassen Schimmer hatte. Begriffe wie „Auswahlen“, „Kanäle“ und „Masken“ ließen mich vor Schreck den Computer ausschalten. 

 

Es dauerte noch bis Anfang 2012, bis mich das Fotografie-Virus endgültig packte. Meine erste Spiegelreflex, eine Canon 7D, ließ mir die Worte meines Vaters wieder in Erinnerung rufen: „Das lernst Du nie!“ Als ausgewiesener Autodidakt, packte mich die Faszination des Neuen und nicht die Resignation vor dem Unbekannten. Ich erinnere mich an Begebenheiten, in denen ich im Schlosspark die Wasser-Kaskaden fotografieren wollte und auf meinem iPhone in der Bedienungsanleitung nachlesen musste.

So ging ich also wieder in die Schule, jedoch mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts. Zwei Jahre lang besuchte ich die Grazer „Schule“ Video2Brain und in dieser Zeit lernte ich alles was mich ansprach und ich wissen wollte. Von der simplen Bedienung der Hardware bis hin zu den Kniffen der Bildbearbeitung mit Photoshop und Co. Danach schwänzte ich für ein Jahr und sah mir viele Videos im Internet an, u. a. die von PHLEARN – „where learning Photoshop and Photography is phun“. Aaron Nace, der Begründer von PHLEARN hat ein sagenhaftes Talent selbst die trockensten Inhalte spaßig herüberzubringen. Ich las die Photoshop Enzyklopädie und insgesamt sechzig Ausgaben der Docma am Stück, Doc Martins Photoshop-Magazin.

Mittlerweile bin ich Mitglied von Lynda.com und sehe mir jede freie Minute ihre Trainings an. Wenngleich mir vieles bekannt ist, hat für mich Lynda mehr Auswahl an interessanten Themen als Video2Brain, wenngleich ich letzteren und deren Trainer Olaf Giermann, Calvin Hollywood und Uli Staiger den Großteil meines Wissens verdanke.

Heute beschäftige ich mich mehr mit Publikation in InDesign, Videoschnitt in Premiere Pro und den Möglichkeiten im Web (WordPress). Dennoch bleibt die Fotografie meine Leidenschaft und ich liebe es, alte und beschädigte Prints zu restaurieren und aus heutiger Sicht die weniger gelungenen Aufnahmen meines Vaters nachzubearbeiten. Nahezu jedes bisher von mir veröffentlichte Bild, zuvor bei Tumblr, Oggl und WordPress.com und jetzt hier, wurde von mir mehr oder weniger stark editiert. Einige professionelle Fotografen mögen die Nase rümpfen, ich liebe es mit den Möglichkeiten zu spielen und mir eine Bilderwelt zu kreieren, die mir gefällt.

 

Im Bild oben: Aufnahme meines Vaters von einer Kapelle in Italien. Links: Dia-Scan, rechts: Retusche.

Auf die Frage, wie man es schafft all das zu lernen und dabei noch Freude zu haben: Hingabe, niemals aufgeben, immer neugierig und aufgeschlossen allen Möglichkeiten gegenüber bleiben, sich selbst nicht unter Druck und Erfolgszwang setzen und mächtig viele Fehler machen! Es hat mehr als zwei Jahre gebraucht, bis ich die Adobe Apps lernte quasi im Schlaf zu bedienen und nahezu zu verstehen, wenngleich mir vieles immer noch unverständlich ist.

In einer Welt der Bilderflut, die von den Smartphones ins Leben gerufen wurde, neige ich dazu wenig zu publizieren und die erneute Faszination der Fotografie wurde einst auch von meinem iPhone und Hipstamatic entfacht. Ich verdamme die neuen Technologien keineswegs sondern liebe sie. Schließlich ist die beste Kamera immer die, die man gerade dabei hat und so werden die Möglichkeiten mit dem Fortschritt immer erstaunlicher. Meine neueste Errungenschaft, eine DxOONE macht exzellente Aufnahmen in einer Auflösung und ohne Bildrauschen, dass meine 5D vor Neid erblasst. Sie bietet höchste Portabilität, doch leider keine verschiedenen Objektive.

Ich wünsche viel Spaß beim Erkunden meiner Website und vielen Dank fürs Vorbeisehen!

Alex

 

Agent Smith

Agent Smith?

Wenn ich einen ganzen Tag lang unterwegs auf Foto-Tour bin, gehe ich völlig in der Beschäftigung damit auf. Dann kommen mir Ideen, was ich denn alles mit den Aufnahmen anstellen kann, wie bei diesem Bild. Die Inspiration kam von Matrix - Reloaded, als immer mehr Klone von Agent Smith auftauchten. Die Kamera auf's Stativ, den Funkauslöser in die Hand und mich an verschiedenen Orten im Bild platziert. Alle Einzelbilder in Photoshop als sog. Composite zusammengefasst ergab dann diesen Edit: ein Next-Generation-Selfie.